Endlich Daheim
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Racker endlich daheim, aber was nun? Hier habe ich für Sie ein paar
Ratschläge für die erste Zeit mit Ihrem neuen Familienmitglied
aufgeschrieben: |
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Futter:
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Stubenreinheit: Um Ihr neues Familienmitglied stubenrein zu bekommen gibt es nur ein Rezept: Aufmerksamkeit! Man sieht es dem kleinen Kerl an, wenn er mal muss. Er wird unruhig, schnuppert, vielleicht jammert er sogar. Sie werden es schnell herausfinden. Nehmen Sie ihn dann auf den Arm und tragen Sie ihn hinaus. Am besten immer auf die gleiche Stelle im Garten. Falls Sie den Welpen mal inflagranti in der Wohnung erwischen, so nehmen Sie ihn auch hier schnell auf den Arm (er wird sein Geschäft unterbrechen) und bringen Sie ihn auf seinen Platz im Garten. Löst er sich nun vollständig, so loben Sie ihn tüchtig. Sparen Sie sich Schimpftiraden im Haus, der Welpe versteht es nicht und Ihr gutes Verhältnis zu ihm leidet beträchtlich darunter. Auf keinen Fall stoßen Sie ihn mit seiner Nase in sein Geschäft, o.ä. dies sind nichts als seit Jahrzehnten veraltete Ammenmärchen. Der Welpe muss auf jeden Fall nach dem Fressen, Spielen und Schlafen hinaus. Sie und Ihr Welpe werden schon bald ihren Rhythmus finden.
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Schlafplatz:Der Welpe sucht sich seinen Schlafplatz selbst. Sie sollten darauf achten, dass er zugfrei, trocken und auf einer warmen Unterlage liegt. Sein Schlafplatz ist wahrscheinlich ganz in Ihrer Nähe. Wenn er sich dorthin zurückzieht, sollte man sein Schlafbedürfnis unbedingt respektieren, auch die im Haus lebenden Kinder! Nachts ist es ratsam, ihm neben dem Bett eine Decke hinzulegen oder ihm eine Box als Schlafplatz neben das Bett zu stellen, so merken Sie auch, wenn er unruhig wird und hinaus muss.
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Kind und Hund: Um eine gute Kind-Hund-Beziehung zu erreichen, sind folgende Dinge unbedingt zu beachten. Der Welpe darf beim Schlafen, aber auch beim Fressen (auch Büffelhautknochen, Schweineohren...) nicht gestört werden. Kind und Hund sollten nie alleine gelassen werden und zwar nicht nur um das Kind, sondern auch um den Hund zu schützen. Zu oft wurden angeblich aggressive Hunde wieder abgegeben, die nach den Kindern geschnappt oder auch mal gezwickt haben. Doch meistens wurde der Hund geplagt, er verzog sich mehrmals auf seinen Schlafplatz oder in eine andere Ecke, hat dann mit Knurren gewarnt (was das Kind jedoch nicht als Warnung verstand). Irgendwann blieb dem Hund gar nichts anderes übrig, als seine Warnungen deutlicher zu machen... Kleine Kinder können einem Hund nichts verbieten, wie wild oder zart Ihr Hund mit Kindern spielt, entscheiden Sie. Wird der Welpe zu grob, so beenden Sie das Spiel. Ein Kind kann in der Rangordnung nicht über einem Hund stehen. Kinder nehmen (genau wie Welpen in einem Rudel) eine Sonderstellung ein. Sie sind die besten Spiel- und Schmusekameraden, aber der Erwachsene muss für beide festlegen, was kind/hund darf und was nicht.
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Mensch-Hund-Beziehung: Das Wichtigste in der ersten Zeit ist die Entwicklung eines guten Verhältnisses zwischen Ihnen und Ihrem Hund. Überlegen Sie mit Ihrer Familie genau, was Ihr kleiner Welpe darf und was nicht (beachten Sie immer, dass der Kleine wächst und in 9-10 Monaten seine volle Größe erreicht hat). Der süße Welpe auf dem Sofa nimmt Ihnen vielleicht bald zu viel Platz weg. Schreiben Sie sich die Tabus genau auf und halten Sie sich immer daran, Ihr Welpe kann Sie so leichter verstehen und lernt Sie schon bald gut einzuschätzen. Was er heute darf und morgen verboten bekommt, kann er nicht verstehen und Sie ziehen sich einen unsicheren Hund auf, der Ihnen nicht trauen kann.
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Spielen:Spielen Sie viel mit Ihrem Welpen. Beutespiele mit alten Handtüchern, Socken, etc. machen viel Spaß. Der Welpe braucht sie dringend für seine geistige und motorische Entwicklung. Lassen Sie ihn "gewinnen". Das stärkt sein Selbstbewusstsein. Sie ersetzen nun die Wurfgeschwister, mit denen er sein ganzes bisheriges Leben getobt hat. Beutespiele dienen auch zur Findung der Rangordnung. Sie müssen Ihren Welpen nicht einschüchtern, um ihm zu zeigen, dass Sie der Boss sind. Der wirklich gute Rudelführer ist selbstbewusst und gütig. Sie bestimmen ganz einfach, wann gespielt wird. Sie können zart, aber auch mal wild und grob mit Ihrem Welpen spielen. Egal was Sie tun, er wird es lieben. Das Wichtigste ist, dass Sie sagen, wann Schluss ist und Schluss ist immer dann, wenn das Spiel am Schönsten ist, damit Ihr Welpe immer wieder gerne mit Ihnen spielt. Lassen Sie Ihren Welpen "Probleme" lösen. Verstecken Sie z.B. in einer kleinen Schachtel einen Leckerbissen. Ihrer Fantasie sind im Spiel keine Grenzen gesetzt.
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Spitze Zähnchen: Sehr schmerzhaft sind die kleinen spitzen Milchzähne. Fängt der Welpe an, Ihre Arme und Beine zu stark zu bearbeiten, so geben Sie ihm als Alternative eine Beute (Socken, Quietschetier, etc.). So etwas sollte immer griffbereit sein. So lernt Ihr Welpe, dass es mehr Spaß macht, wild mit Ihnen um eine Socke zu kämpfen, als Ihre Arme zu misshandeln. Solche Beißattacken sind reines Spiel und nie böse gemeint, also strafen Sie ihn niemals dafür. Treibt er es jedoch vor lauter Übermut zu toll (gerade bei Kindern) so bleiben Sie ruhig, legen Sie Ihre Hand kurz über seinen Fang und sagen ruhig aber bestimmt "Nein" (mit ruhiger Stimme, denn Sie müssen ihn von seinem derzeit hohen Spieltrieb herunterbringen). Bei Kindern sollten Sie das machen, nicht das Kind. Bieten Sie sofort als Alternative sein Lieblingsspielzeug an.
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Es wird nie dazu kommen, dass Ihr Hund Sie wegen Futter anknurrt, wenn Sie von Anfang an ab und zu dem Welpen seine Futterschüssel in der Hand haltend geben (Sie setzen sich dabei auf den Boden). Oder Sie halten einen Kauknochen an der einen Seite fest, während der Welpe an der anderen Seite kauen darf. Der Hund wird schnell erkennen, dass Sie kein Futterkonkurrent sind. Dies sollten alle im Haus lebenden Personen können. Bei Kindern sind selbstverständlich Sie dabei. Knurrt der Welpe doch einmal, so zögern Sie nicht, sondern reagieren Sie sofort und schütteln ihn kurz am Nackenfell. Nehmen Sie ihm das Futter noch einmal weg. Bleibt er nun ruhig, so loben Sie ihn und geben ihm sein Futter zurück.
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Spaziergang:Gehen Sie am Anfang höchstens 15 Minuten am Stück spazieren. Die Bänder und Gelenke sind noch weich und eine lange gleich bleibende Bewegung schadet Ihrem Welpen. Außerdem dauert es lange, bis der Welpe die ganze Wohnung und den Garten als sein Revier betrachtet. So lange will er meist gar nicht von dort weg. Zeigen Sie ihm aber ruhig die Fußgängerzone, den Bahnhof, das Cafe... jedoch nur kurz. Sie werden selbst feststellen, wann der junge Hund Spaziergänge schätzen lernt. Er wird dann Luftsprünge machen, wenn Sie nach der Leine greifen. Vorher ist der Welpe jedoch erst einmal genug mit seiner Familie und der neuen Umgebung beschäftigt. Rufen Sie Ihren Welpen auf dem Spaziergang ab und zu zu sich her. Rennen Sie evtl. in die entgegen gesetzte Richtung davon, Ihr Welpe kommt mit Sicherheit. Haben Sie immer Leckerchen in der Tasche. Ist der Welpe bei Ihnen angekommen, so füttern Sie ihn immer. Rufen Sie ihn immer freundlich und nicht nur zum Anleinen. Ihr Welpe lernt sonst schnell, dass er an die Leine muss, wenn er gerufen wird. Sie können auch ein Spielzeug mit auf den Spaziergang nehmen oder Tannenzapfen kicken, verstecken spielen... Ihr Hund lernt so, dass auch in Feld und Wald Sie das Interessanteste sind und nicht der Jogger oder der Hase.
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Unsicherheit: Hat Ihr Welpe vor irgendetwas Angst (z.B. eine Plastiktüte, die am Feldrand raschelt), so gehen Sie mit ihm an lockerer Leine zu der Furcht einflössenden Stelle. Locken Sie ihn mit guten Worten, gehen Sie voraus und zeigen Sie ihm, dass Sie keine Angst davor haben. Zur Not haben Sie ja immer ein paar Leckerchen in der Tasche. Nehmen Sie sich Zeit, gehen Sie erst weiter, wenn Ihr Welpe an der Stelle und ganz entspannt ist. Erst dann hat er das Problem für sich gelöst.
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Welpenschule:Gehen Sie mit Ihrem Welpen ab der 9. Woche in die Welpenschule. Hier lernt er verschiedene Bodenmaterialien, Tunnel, optische und akustische Reize und verschiedene Alltagssituationen kennen. Außerdem hat er die Möglichkeit mit gleichaltrigen Welpen zu toben. Man lernt viele Gleichgesinnte kennen und hat einen Ansprechpartner bei Fragen und Problemen. Gesprächsthemen gehen zumindest niemals aus. |